Spielend fit - Training für die Aufmerksamkeit und die Sinne
Diese Seite befindet sich noch im Aufbau - weitere Spiele findest du vorerst auf meiner Padlet-Seite!
Wahrnehmung gezielt fördern
Bei Kindern mit Legasthenie oder Dyskalkulie können verschiedene Wahrnehmungsbereiche betroffen sein, die das Lernen erschweren. Eine gezielte Förderung hilft dabei, wichtige Grundlagen zu stärken. Besonders folgende Bereiche sind häufig betroffen:
-
Optische Differenzierung
→ Die Fähigkeit, kleine Unterschiede zwischen Buchstaben, Formen oder Bildern zu erkennen.
📌 Beispiel: Das Kind soll „b“ und „d“ oder „m“ und „n“ unterscheiden können.
-
Optische Serialität
→ Das Erkennen und Verarbeiten von Reihenfolgen im Sichtbaren, z. B. bei Buchstaben oder Mustern.
📌 Beispiel: Ein Wort wie „Tisch“ wird in der richtigen Reihenfolge gelesen und geschrieben, nicht als „Tihsc“.
-
Optisches Gedächtnis
→ Die Fähigkeit, Gesehenes im Kopf abzuspeichern und wiederzugeben.
📌 Beispiel: Das Kind merkt sich ein Bild mit vier Symbolen und kann es kurz darauf aus dem Gedächtnis nachlegen.
-
Akustische Differenzierung
→ Die Fähigkeit, ähnlich klingende Laute zu unterscheiden.
📌 Beispiel: Das Kind hört den Unterschied zwischen „b“ und „p“ oder „t“ und „d“.
-
Akustische Serialität
→ Die Fähigkeit, gehörte Laute in der richtigen Reihenfolge zu verarbeiten.
📌 Beispiel: Das Kind kann die Laute in „Bauch“ richtig zusammensetzen, statt „Buch“ oder „Bauh“ zu sagen.
-
Akustisches Gedächtnis
→ Die Fähigkeit, Gehörtes zu merken und wiederzugeben.
📌 Beispiel: Ein Satz wie „Der Hund spielt mit dem Ball“ wird gehört und nachgesprochen – ohne Wörter zu vergessen oder zu vertauschen.
-
Raumorientierung
→ Die Fähigkeit, Raum, Zeit, Größen und Einheiten richtig einzuschätzen.
📌 Beispiel: Das Kind erkennt, was näher oder weiter weg ist, versteht, wie lange eine Minute dauert, oder kann abschätzen, ob etwas groß oder klein ist.
-
Körperschema
→ Das Wissen über den eigenen Körper und seine Bewegung im Raum.
📌 Beispiel: Das Kind kann Arme und Beine bewusst bewegen, über eine Linie balancieren oder Körperteile benennen (z. B. „zeig dein rechtes Knie“).
Ein guter erster Schritt ist, sich auf die zwei schwächsten Bereiche zu konzentrieren und diese im Wechsel zu trainieren – zum Beispiel:
-
Optische Wahrnehmung: Montag, Mittwoch, Freitag (und evtl. Sonntag)
-
Akustische Wahrnehmung: Dienstag, Donnerstag, Samstag
Vor jeder Übungseinheit empfiehlt sich eine kurze Konzentrationsübung, um den Fokus zu stärken. Viele Kinder konzentrieren sich besonders gut am Computer oder Tablet, sodass digitale Übungen gut einsetzbar sind.
Empfehlung für das tägliche Training:
-
5 Minuten Konzentrationstraining
-
5 Minuten Wahrnehmungstraining (abwechselnd aus den oben genannten Bereichen)
-
5 Minuten gezielte Übung in Rechtschreibung oder Rechnen
Mit nur 15 Minuten täglich lassen sich schon große Fortschritte erzielen –
Schritt für Schritt, mit Struktur und Freude am Lernen.





